Auf der Suche nach dem Tintenmeister 2019: Neuartiger Tattoo-Wettbewerb in Dahn

Die Tattoo-Branche ist aus der Nische getreten. Mithilfe moderner Technik bringen Tätowierer heute hochwertige Kunstwerke unter die Haut. Einer, der die Szene seit rund 30 Jahren kennt und fördert, ist Ralf Semler aus Pirmasens. Der Besitzer eines Tattoo- und Piercingstudios sowie einer Eventagentur möchte es Tattoo-Künstlern nun erstmals ermöglichen, ihr Können bei einem neuartigen Freihand-Wettbewerb zu präsentieren. Die Veranstaltung „Tintenmeister“ findet vom 3. Mai bis 5. Mai in Dahn statt.

Bekannt ist Ralf Semler mit dem Format „Tattoo-Slam“ – unter dieser Dachmarke finden Conventions in Kaiserslautern und Pirmasens statt. Was viele nicht wissen: Bereits 1996, als die Tintenkunstwerke gerade ihren Siegeszug in der breiten Öffentlichkeit antraten, hat er seine erste Tattoo- Convention durchgeführt. „Ich erinnere mich noch gut an die Schlange von Menschen morgens vor der Messehalle in Pirmasens“, sagt Semler. „Alle haben darauf gewartet, dass wir endlich aufmachen. Das zeigt, dass wir mit der Veranstaltung genau den Nerv der Zeit getroffen haben.“

Dabei hatte Semler ursprünglich nie vorgehabt, in die Tattoo-Branche einzusteigen. Anfang der 90er Jahre war er im Vertrieb von Musikinstrumenten tätig gewesen. Aber als ein Freund einen Geschäftspartner für ein Tattoo-Studio suchte, sprang er ein – und hat sich nachfolgend in der Szene etabliert.

Der eigene Tattoo-Stil ist gefragt

Seit den 90er Jahren hat sich die Tattoo-Branche rasant weiterentwickelt. Semler: „Dank neuester Technik können wir mittlerweile detailgenaue und gestochen scharfe Motive unter die Haut bringen. Alles ist möglich. Um sich abzuheben, entwickeln und verfeinern Tätowierer daher zunehmend ihren eigenen künstlerischen Stil. Und eben das hat mich auf die Idee gebracht, Tintenmeister ins Leben zu rufen. Die Veranstaltung konzentriert sich bewusst darauf, das kreative Können der Tattoo-Künstler zu präsentieren.“

Das Veranstaltungskonzept in Kürze: Rund 20 ausgewählte Tätowierer werden in einem Freihand-Wettbewerb gegeneinander antreten. Das Thema erfahren die Kandidaten erst kurz vor Beginn. Dieses gilt es, ohne Vorlage und im eigenen Stil auf die Haut des Modells zu bringen. Um Motivation und Kreativität noch einmal extra anzuspornen, bewerten sich die Tattoo-Künstler am Ende gegenseitig.